Beim "Ruassla" schwärzen die Kinder einander die Gesichter. Verwendet
werden dabei angebrannte Korkzapfen oder Speckschwarten, die man an der
Unterseite der Pfanne oder der Abdeckung des Holherdes (sofern ein
solcher noch vorhanden ist) entlangstreift und so mit Russ bedeckt. Beim
"Ruassla" heisst es aufgepasst, dass man selbst nicht geschwärzt wird.
Es
ist dabei kaum zu vermeiden, dass es gelegentlich auch derb zugeht und
auch die Kleider etwas abbekommen. Meistens sind beim "Ruassla" die
Mädchen die Opfer der Buben. Früher war es auch bei den Erwachsenen
üblich, ist heute aber selten geworden.