Gründung 1. Guggamusik im FL
Im Sommer 1969 kamen in
Schaan einige junge Leute auf die Idee, eine Guggamusik zu gründen, wie
es sie an vielen Orten der Innerschweiz gibt. Was da an einer lustigen
Party ausgeheckt wurde, verwirklichte man in den nächsten Wochen und
Monaten.
Man holte sich bei der Schaaner Harmoniemusik einige alte
Blasinstrumente oder besorgte sich selber ein quietschendes oder sonst
lärmendes Ding und begann gemeinsam zu proben. Es soll hier erwähnt
werden, dass es vor den "Röfischrenzern" in Schaan schon einmal eine
Guggamusik gegeben hat, welche sich aber nach einigen lustigen
Fasnachten wieder auflöste. Nach etlichen mühsamen, aber meist sehr
lustigen Proben spielten diese Fasnächtler unter dem Namen Schaaner
Guggamusik in den Fasnachtsstätten von Schaan und nahmen auch am Umzug
teil. Gründungsmitglieder waren: Rüdiger Hermann (gest.) Adolf Netzer
Elmar Risch Rony Walser Alfons Goop Alfred Jehle Horst Plettke, Seppi
Blum Koni Boltshauser Kurt Bühler Anita Walser
Gründung Liechtensteinischer Guggamusikverband (LGMV)
Die
Fasnacht in Liechtenstein hat in den letzten Jahren einen immer höheren
Stellenwert bekommen. Umzüge und Maskenbälle sind beliebter Treffpunkte
für Leute von nah und fern geworden. Dies sicherlich auch dank den
Engagements der Liechtensteiner Guggamusiken, welche wohl nicht mehr
wegzudenken sind. In den letzten Jahren wuchs auch die Zusammenarbeit
unter den einzelnen Guggas. Bald wurde mit dem Gedanken gespielt, einen
Verband zu gründen, dem sich alle Guggamusiken anschliessen könnten. Es
war dann nur eine Frage der Zeit, bis der Liechtensteinische
Guggamusikverband gegründet wurde. Das Interesse an einer
Verbandsgründung bestand sicherlich auch deshalb, weil gesamthaft
immerhin 320 Gugger im ganzen Land aktiv tätig sind.
Am 8. März 1990
wurde im Café Risch die Idee, einen Liechtensteinischen
Guggamusikverband zu gründen, geboren. Es folgten Sitzungen für die
Ausschaffung der Statuten. Im Februar 1991 erfolgte der Antrag an die
Regierung für die Genehmigung des Namen "Liechtensteinischer", welcher
innerhalb von 14 Tagen bewilligt wurde. Dann war es soweit, am 7. Juni
1991 trafen sich 21 Gugger sowie ein neutraler Tagespräsident im Rest.
Traube in Schaan, um das Kind auf den Namen LGMV zu taufen.
Folgende
Personen waren anwesend: Moschtgügeler Triesen: Thomas Moll, Roberto
Prandini, Stefan Franz Pföhrassler Balzers: Hubert Eberle, Marcel
Rutzer, Fredy Nipp Plunderhüüsler Schaan: Markus Beck, Hubert Marxer,
Manfred Beck Röfischrenzer Schaan: Michael Lenherr, Michael Beck, Bruno
Güntensperger Törmleguger Vaduz: Dominik Hemmerle jun., Max Walser, Max
Bühler Tuarbaguger Eschen: Lioba Gantner, Gabriel Koren, Alois Hoop
Wildmandli Triesenberg: Elsbeth Lampert, Peter Ladner, Sandra Gassner
Tagespräsident: Mag.iur. Karlheinz Konrad Jeder Mitgliedsverein muss ein
Vorstandsmitglied stellen. Der 1. Vorstand setzte sich wie folgt
zusammen: Präsident: Manfred Beck (Plunderhüüsler Schaan) Vizepräsident:
Alois Hoop (Tuarbaguger Eschen) Kassierin: Sandra Gassner (Wildmandli
Triesenberg) Aktuar: Hubert Eberle (Pföhrassler Balzers) Beisitzer:
Michael Beck (Röfischrenzer Schaan) Stefan Franz (Moschtgügeler Triesen)
Dominik Hemmerle jun. (Törmleguger Vaduz)
Ziele
Zweck des Liechtensteinischen Guggamusikverbandes (Artikel 2 der Statuten)
"Der
Verband bezweckt die Hebung und Förderung des fasnächtlichen
Musizierens, die Wahrung der gemeinsamen Interessen, die Förderung des
Nachwuchses sowie die Pflege der Kameradschaft. Der Verband versteht
sich als kulturschaffende Vereinigung zum Wohle der Bevölkerung."