In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts sind hierzulande die Kinder und
Jugendlichen zu den vornehmlichen Trägern des fasnächtlichen Treibens
und der Vermummung geworden. Im Unterland gehen die Kinder "maschgera".
Sie ziehen mit Larven und in Fasnachtsverkleidung mit einem Korb von
Haus zu Haus und betteln mit verstellter Stimme "Eierle" oder Uierle".
Wenn die Gebefreudigkeit der Hausfrauen erschöpft oder der Korb gar voll
Eier ist, tauscht man die Eier im Laden gegen Süssigkeiten oder andere
Waren ein.
Das "Eierla" war bis 1954 vor allem am Fasnachtsmontag
und am Fasnachtsdienstag noch allgemein üblich. Heute sind es nur mehr
wenige Kinder und Jugendliche, die das "Eierla" pflegen. Sie beschränken
sich dabei auf ihr Wohngebiet oder auf ihren weiteren Bekannten-kreis.
Das "Eierla" ist deshalb nicht mehr überall bekannt.